Darum Gesine:

Wofür sie steht

Drei Kennzeichen heben Gesine Schwan hervor: Sie ist Wissenschaftlerin und keine aktive Politikerin. Sie ist Sozialdemokratin, aber ihre Loyalität gilt der Demokratie und nicht einer Partei. Und sie ist eine Frau.

Als Bundespräsidentin will sie die Zuversicht der Menschen stärken und schwindendes Vertrauen in unsere Demokratie wieder herstellen. Dazu bedarf es der Ehrlichkeit und klarer Worte. Gesine Schwan will zum zweiten Mal einen Aufbruch wagen. Sie tut dies, weil sie davon überzeugt ist, Gutes für Deutschland bewirken zu können. Die begonnenen Reformen müssen nach ihrer Überzeugung fortgesetzt werden, doch dabei darf niemand auf der Strecke bleiben. Soziale Gerechtigkeit ist und bleibt ein wichtiger Wert. Dafür tritt sie ein, dafür wirbt sie.

Gesine Schwan sieht unser Land an einer Scheidelinie: 20 Jahre nach dem Mauerfall und einer noch immer nicht vollzogenen inneren Einheit, inmitten der schwersten ökonomischen Krise seit vielen Jahrzehnten und angesichts einer fortschreitenden Globalisierung, die auch hierzulande Reformen erzwingt, will sie zusammen mit allen in Deutschland lebenden Menschen neue Wege beschreiten.

Sie möchte unsere Demokratie erneuern, den Zusammenhalt in der Gesellschaft wieder bestärken und einen neuen Gesellschaftsvertrag für unser Gemeinwesen stiften. Gesine Schwan ist überzeugt, dass es für unser Land kein Zurück in die alten, nur vermeintlich behüteten Zeiten geben kann, sondern wir uns für die Herausforderungen des Hier und Heute fit machen müssen. Gleichzeitig warnt sie davor, Reformen zum Selbstzweck zu erklären und permanente Veränderung zum Fetisch zu erheben.

Als Bundespräsidentin wird Gesine Schwan in Deutschland und auch in Europa den Grundkonsens darüber erneuern, was die Werte unseres Zusammenlebens ausmacht. Damit meint sie das Verhältnis von Wirtschaft und Gesellschaft, von Kapital und Arbeit, die Rolle der Wissenschaft und der Kultur, die Beziehungen der Geschlechter, aber auch die Art und Weise, wie Familien zusammenleben, welche Verantwortung sie haben und welche Unterstützung sie vom Staat bekommen.

Vor allem aber: Sie möchte für einen neuen Stil in der Politik werben, in dem nicht länger nur Parolen und Slogans ausgetauscht werden, sondern wo die Kraft des Arguments wirkliches Gewicht hat. Auch in diesem Sinne versteht sie ihre Kandidatur als überparteilich.

Ihre Biografie zeigt, dass ihr politisches Engagement seit ihrer Jugend der Stärkung der Demokratie gilt, weil die Demokratie die größte Chance bietet, die Würde aller Menschen lebbar und erlebbar zu machen. Ihre Aufgabe als Bundespräsidentin und auch schon als Kandidatin sieht sie darin, Brücken zu bauen, eine kulturell und ethnisch zunehmend gemischte Gesellschaft zusammenzuführen, alte ideologische Gräben zuzuschütten und die immer noch bestehende Ost-West-Spaltung unseres Landes zu überwinden. Das Amt der Bundespräsidentin ist für Gesine Schwan ein Amt, aus dem heraus sie die Nation ermutigen kann. Sie will Menschen zusammenbringen und sie für gemeinsame Ziele begeistern. Sie will das gesellschaftliche Umfeld der Politik mit prägen und die Kraft des Gemeinsinns stärken. Gleichzeitig will sie die Bürgergesellschaft dazu ermutigen, ihre Angelegenheiten selbstbewusst und selbstbestimmt zu regeln. Wer sein Leben selbst in der Hand hat, wird der Demokratie nicht den Rücken kehren. Für diese vielfältigen Aufgaben bringt Gesine Schwan das richtige Rüstzeug mit. Ihre besten Eigenschaften - Weltoffenheit, Neugierde, Humor - und auch eine gute Portion weiblicher Intelligenz sind Zutaten, die diesem Land gut tun.

Aus diesen Gründen unterstützen die Freunde von Gesine Schwan sie bei ihrer erneuten Kandidatur für das Amt der Bundespräsidentin und tragen sie in das höchste Staatsamt.